Levkojen

LevkoienLevkojen (lat. Matthiola) sind Blumen, die in unseren Gärten als Beetpflanzen wachsen und sich hervorragend als Schnittblumen eignen. Ursprünglich kommt die Pflanze, die zur Familie der Kreuzblütengewächse gehört, im Mittelmeerraum, Asien und südlichen Afrika vor. Die heutigen in unseren Gärten angebauten Levkojen haben mit ihren Verwandten kaum noch Ähnlichkeiten. Denn bereits im 16. Jahrhundert wurde die Pflanze kultiviert. Die Gattung Matthiola umfasst etwa 50 bis 60 verschiedene Arten. Die bei uns als Zierpflanzen angebauten Levkojen sind die so genannten Garten- oder Sommerlevkojen (lat. Matthiola incana). Es gibt ein- und mehrjährige Arten. Die einjährigen Levkojen werden im zeitigen Frühjahr im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen und im Mai in den Garten gesetzt. Mehrjährige Sorten blühen erst im Jahr nach der Aussaat.
Als typische Bauerngartenpflanze ist sie anspruchslos und robust, verträgt aber keinen Schatten und stehende Nässe. Aufgrund dieser pflegeleichten Eigenschaften ist die Blume gut für Garteneinsteiger geeignet. Man pflanzt sie als Rabatte, in Gruppen oder große Töpfe. Wichtig dabei: die Levkoje ist ein Pfahlwurzler, deshalb benötigt sie beim Verpflanzen immer einen gut entwickelten Ballen. Sie blüht, je nach Art, von Juni bis Oktober. Die Blüten wachsen – ähnlich einer Traube – an einem Blütenstand. Bei hohen Züchtungen sollten sie gestützt werden. Die Farbvariationen der Blüten reichen von reinem Weiß, zartem Gelb, hellem Rosa, über Purpur, Violett bis hin zum kräftigen Blau. Es gibt einfache und gefüllte Blüten, inzwischen auch mehrfarbige Sorten.
Markant für diese Blume ist ihr betörender Duft. Er entfaltet sich vor allem nachts, aber auch tagsüber werden Bienen, Hummeln und Schmetterlinge angelockt. Die duftenden Blütenblätter eigenen sich für Potpourris. Auch die Blätter der Levkoje haben eine Besonderheit, die der meisten Arten sind filzig behaart.
Der Name der Levkoje ist selbst Gartenlaien geläufig, denn durch den Roman „Jauche und Levkojen” von Christine Brückner und seine Verfilmung wurde sie prominent.