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Sakralkunst und Ikonen
Sakralkunst verarbeitet stets religiöse Inhalte. Sakrale Kunstwerke sind seit dem 3. Jahrhundert überliefert. Zu den häufigsten Darstellungen zählen die im Zuge der Marienverehrung entstandenen Marienbilder und Skulpturen. Als ältestes erhaltenes Beispiel gilt eine 980 gefertigte Goldene Madonna. Auch die Kreuzigung Christi ist ein wichtiger Bestandteil der Sakralkunst. Die Arbeiten reichen von einfachen Steinkreuzen, welche man häufig in freier Natur findet, bis hin zu aufwendigen Kreuzigungsgruppen in Kirchen, welche auch Maria und den Apostel Johannes darstellen.
Für die Orthodoxen Kirchen des Ostens besitzen Ikonen herausragende Bedeutung. Sie gelten besonders als Sinnbild der Byzantinischen Kirche. Den geweihten Darstellungen von Christus und verschiedenen Heiligen wird eine wundersame Wirkung nachgesagt. Ikonen sind seit dem 6. Jahrhundert überliefert und waren besonders in Russland, Zypern oder Makedonien anzutreffen. Ikonen sind in vielfältigen Techniken gearbeitet. Dazu zählen die Enkaustik, die Temperamalerei, sowie geschnitzte Darstellungen oder Mosaikarbeiten. Ikonen sind in etwa mit den in der katholischen Kirche gebräuchlichen Gnadenbildern vergleichbar.
Die Sakralkunst der Moderne findet ihren Ausdruck in Grabkreuzen und vielfältigem Zubehör für die moderne Grabgestaltung, um die Erinnerung an einen geliebten Menschen wach zu halten. Die Palette reicht von Skulpturen und Kreuzen, bis hin zu Urnen, Blumenvasen oder Grablaternen aus Eisen, Bronze oder Edelstahl. Auch Kirchen werden mit sakralen Kunstwerken ausgestattet, dazu zählen Altäre, Priesterstühle, Säulen oder Stelen. Ein Hauptaugenmerk der Sakralkunst von heute liegt auf der Restaurierung historischer Kunstwerke christlicher Thematik.
